Ziele

Mehr Energie im Alltag

Reduziertes Auftreten von ­Infektionen

Verbesserung des allgemeinen Gesundheitsstatus

Positive Auswirkungen auf die Therapie

 

Die richtige Ernährung schmeckt nicht nur, sondern tut auch gut

Eines vorweg: ES GIBT KEINE KREBSDIÄT!

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung sollte möglichst „bunt“ sein und beinhaltet Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette (hauptsächlich pflanzlichen Ursprungs), Wasser, Vitamine und Mineralstoffe.1,2  Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag stellen eine generelle Empfehlung für eine gesunde Ernährung dar.

Gesunde Mahlzeiten können einen wesentlichen Beitrag zum Therapieerfolg und Heilungsprozess bei Ihrer Tumorerkrankung leisten. Sie können zu einem besseren Lebensgefühl und zu mehr Energie und Stärke führen, den Krankheitsprozess positiv beeinflussen sowie das Auftreten von Infektionen reduzieren.

 

Finden Sie leicht verdauliche Speisen und Lebensmittel, die Ihnen schmecken und die Sie gerne essen und gut vertragen.

Probieren Sie jede Woche etwas Neues aus.

Genießen Sie Ihr Essen mit allen Sinnen (Riechen, Sehen, Schmecken).

Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen.

Essen Sie nicht zu spät am Abend (vor 19 Uhr), um eine bessere Schlafqualität zu erzielen.

Je besser Ihr Allgemeinzustand und Ernährungsstatus sind, desto besser kann Ihr Körper mit der Erkrankung umgehen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/mit Ihrer Diätassistentin.

Bitte vermeiden Sie einseitige Ernährung.

Gibt es irgendwelche Nahrungsmittel oder Nahrungszusätze, die ich NICHT einnehmen darf (weil sie sich z. B. mit meiner Therapie nicht vertragen)?

Gibt es Nahrungsmittel, die mir bei Therapie-Nebenwirkungen helfen könnten?

Wann soll ich meine Medikamente am besten einnehmen: zum Essen, vor/nach dem Essen oder unabhängig davon?

 

Wo und wie fange ich an?

Überlegen Sie sich, wie eine exemplarische Woche/ein exemplarischer Tag bei Ihnen aussieht. Um dies mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen zu können, führen Sie am besten ein Ernährungstagebuch/Fototagebuch. (Ein Ernährungsprotokoll, das Sie verwenden können, finden Sie am Ende des Kapitels.)

Grundsätzlich gilt: Jede noch so kleine Veränderung zu einer gesünderen Ernährung kann sich positiv auswirken. Fragen Sie Ihren Arzt/Ihre Diätassistentin/Diätologin nach mehr Informationen.

 

    Gut zu wissen: Ernährungstipps

    1. Versuchen Sie, das Essen auf mehrere kleine Portionen zu verteilen. Es kann nämlich sein, dass therapiebedingt Appetitlosigkeit und Geschmacksveränderungen auftreten und diese Übelkeit und Schluckbeschwerden auslösen.
    2. Bei therapiebedingten Appetitstörungen lasse Sie sich von Ihrem Hämatologen/Onkologen/Ihrer Diätassistentin/Diätologin beraten.
    3. Essen Sie, was Ihnen schmeckt bzw. worauf Sie Gusto haben - möglichst abwechslungsreich.
    4. Nehmen Sie weniger gesättigtes (tierisches) Fett wie z.B. Schmalz, Speck, Butter etc. zu sich – im Sinne einer vitamin-, mineral- und ballaststoffreichen Ernährung ist dies vernünftig.
    5. Ziehen Sie daher pflanzliche Fette (ungesättigte Fettsäuren), allem voran kalt gespresste Öle, vor.
    6. Ein reduzierter Alkoholkonsum ist ebenfalls zu empfehlen.
    7. Vorübergehender Gewichtsverlust ist unter Behandlung häufig, sollte aber unbedingt mit dem Arzt besprochen werden.
    8. Während der Behandlung sollte es das Ziel sein, das Gewicht möglichst zu halten.
    9. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Grapefruitsaft, Johanniskraut, Grüner Tee, Granatapfel etc.) die Therapie ungünstig beeinflussen können, z.B. die Wirkung der Medikamente.
    10. Derzeit gibt es keine wissenschaftliche Hinweise, die den Nutzen von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen.

     

    Ernährungsprotokoll

    Hier herunterladen

     

    Bitte wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt oder eine Krankenschwester für weiterführende
    Informationen. In vielen Krankenhäusern gibt es (kostenlose) Beratungen durch Diätologinnen.


    Zusätzlich finden Sie eine Liste
    von Diätologinnen unter

    www.diaetologen.at


    Österreichische Akademie für
    onkologische Rehabilitation
    und Psychoonkologie

    www.oearp.at

    Sprechstunde onkologische Rehabilitation
    Telefon: 01 40400-70350

     

    Siehe auch Kapitel Rehabilitation

     

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    1 Doyle C et al.: Nutrition and physical activity during and after cancer treatment: an American Cancer Society guide for informed choices. CA Cancer J Clin 2006;56(6):323-353.

    2 Prasad KN, Cole WC, Cancer and Nutrition. 1998: IOS Press. ISBN 9789051993776

    3 Bundesministerium für Gesundheit und Frauen