Du hast die Diagnose Depression bekommen. Ab da geht es bergauf. Dein Psychiater und Therapeut unterstützen dich und die Medikamente beginnen zu wirken. Deine Angehörigen lernen zu verstehen, was mit dir los ist und wie sie mit den Auswirkungen der Depression umgehen können.

 

Verbringe Zeit mit Menschen, die dir guttun. Dabei ist es ganz gleich, ob das Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn oder andere Betroffene aus einer Selbsthilfegruppe sind.

 

Fragen, die sich stellen:

Wie geht es meinen Angehörigen?

Diese Frage wird auftauchen, aber bitte belaste dich damit nicht. Es ist natürlich, dass sich deine Angehörigen sorgen. Sie können deine Gefühle und Stimmungen nicht immer richtig deuten. Du kannst ihnen helfen, dich besser zu verstehen. Sprich darüber, wie es in dir aussieht.

 

Da sein Entlasten
Zuhören Hilfe leisten
Struktur geben
Aufgaben übernehmen
Auf die eigene Gesundheit achten

Wie geht es meinen Kindern?

Kinder bemerken, dass es dir nicht gut geht. Sie beziehen das oft auf sich und glauben, dass sie schuld daran sind. Kinder überlegen, was sie falsch gemacht haben. Sie brauchen Erklärungen, die zu ihrem Alter passen. Der wichtigste Satz ist: „Du bist nicht schuld, dass es Mama oder Papa nicht gut geht.“ Es gibt Bilderbücher, in denen die Krankheit Depression beschrieben ist. Einige Beispiele findest du in der Rubrik „Noch mehr lesen“ am Ende dieses Kapitels.

Was kann ich tun, wenn ich mich einsam fühle?

Einsamkeit ist ein starkes Gefühl. Du kannst dich auch einsam fühlen, selbst wenn du nicht alleine bist. Du kannst dir überlegen, ob du andere Menschen in einer ähnlichen Lage treffen möchtest. Du kannst zum Beispiel in eine Selbsthilfegruppe gehen. Andere Betroffene verstehen am besten, wie es dir gerade geht und was dich beschäftigt.

 

Angehörige können viel für dich tun
Angehörige bieten dir Hilfe an? Dann lass sie bitte etwas für dich tun.
 
  • Lass dir helfen.
  • Lass sie einfache Tätigkeiten für dich machen.
  • Lass sie dich zu deiner Therapie begleiten.
  • Ruhe dich bei ihnen aus.
  • Umarmt euch und redet miteinander.
  • Lass ihnen Zeit: Angehörige brauchen Zeit, mit der neuen Situation klarzukommen – bis ihr einen gemeinsamen Weg gefunden habt.
  • Sprich offen mit deinen Angehörigen, falls ihre Fürsorge zu anstrengend und belastend für dich ist.
  • Höre dir ihre Fragen an. Angehörige wollen die Situation verstehen. Das geht nur, wenn du ihnen dabei hilfst. Sag ihnen ehrlich, wie es dir geht und dass du deine Stimmungen manchmal selber nicht verstehst.
  • Sei ehrlich. Dazu gehört auch zu sagen: „Nein“, „Ich kann das nicht“, „Ich will das nicht tun“, „Ich will deine Meinung gerade nicht hören“.
HPE Verrückte Kindheit – Informationen und Beratung zum Umgang mit psychischen Erkrankungen für Kinder und junge Erwachsene:
www.verrueckte-kindheit.at
ELCO/CICO Coaching und Beratung für Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil:
www.elco-pmooe.at
KIPKE Niederösterreich – Beratung von Kindern mit psychisch kranken Eltern:
https://www.psz.co.at/beratung-behandlung/beratung-von-kindern-mit-psychisch-kranken-eltern-kipke/
https://www.caritas-stpoelten.at/hilfe-angebote/menschen-mit-psychischen-erkrankungen/beratungsangebote/kipke/
Online-Programm für Familie und Freunde von Depressionspatienten:
https://depression.aok.de/
Beispiele für Bilderbücher, um Kindern das Thema Depression besser erklären zu können:
„Warum ist Mama traurig?“
Susanne Wunderer, Mabuse, Auflage: 3
(17. März 2014), ISBN-10: 3940529613
„Was ist bloß mit Mama los?“
Karen Glistrup,Kösel, Auflage: 4
(6. Oktober 2014), ISBN-10: 3466310202

 

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